Trotz Corona:
Warum ein Onlineshop kein Allheilmittel ist

Auf der Plattform internetworld.at gab der Markenstratege Michael Brandtner, Associate of Ries Global, einen Einblick in die Welt des Onlinehandels. Denn gerade wegen Corona haben viele Unternehmen den Sprung in die digitale Welt gewagt. Bei manchen ging es Hals über Kopf, weil ihnen das Wasser bis zum Hals stand. Andere haben ihren sowieso bereits gefassten Entschluss, ihr Business in das World Wide Web zu übertragen, nur beschleunigt. Einig war man sich aber, dass man das digitale Potenzial bestmöglich nutzen wollte, um auch in Krisenzeiten konkurrenzfähig zu sein. Leider hat Corona jedoch schonungslos operative und strategische Defizite der Unternehmen offenbart, die schon seit vielen Jahren im Argen lagen. Ob da ein Onlineshop die Rettung ist?

Ja! Zumindest kurzfristig

Logischerweise half eine Einkaufsmöglichkeit online während des Lockdowns, das Geschäft am Laufen zu halten. So gelang es vielen, Umsatzverluste aufzufangen und teilweise zu kompensieren. Ohne Onlineauftritt hieß: ohne Alternative. Nun ist der Alltag wieder etwas eingekehrt, aber eine Frage bleibt: welche Unternehmen können auch nach Corona langfristig einen erfolgreichen Onlineshop betreiben? Michael Brandtner erläutert dies anschaulich an einem Beispiel aus Deutschland.

Aktuell gibt es dort etwas mehr als 19.000 Apotheken, deren Onlineumsatz dank Corona ordentlich anstieg. Laut Daten des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel kletterte er im ersten Quartal 2020 auf rund 200 Millionen Euro. Das sind etwa 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem der März tat dazu sein Übriges: der Anstieg betrug 88,2 Prozent. Bei solchen Zahlen scheint es logisch zu sein, dass sich mit dem Onlinehandel sehr viel Geld verdienen lässt. Das mag auch stimmen. Allerdings nicht für jeden.

Das Gesetz der Dualität

Dieses Gesetz ist eine der wichtigsten konzeptionellen Ideen im Marketing und besagt, dass langfristig gesehen nur zwei dominante Player den Markt beherrschen. Ist dieses Phänomen auch bei den Online-Apotheken zu beobachten? Ein klares Ja. Denn zwei Marken (Docmorris.de und Shop-apotheke.com) sind weit vor ihrer Konkurrenz auf den ersten beiden Plätzen. Docmorris.de erzielte 2019 einen Umsatz von 477,9 Millionen Euro, Shop-apotheke.com 261,8 Millionen Euro. Auf dem 3. Platz folgt Aportal.de mit 163,3 Millionen Euro.

Seit 2004 gibt es rund 3000 deutsche Online-Apotheken, von denen aber gerade einmal 150 einen „ernst zu nehmenden“ Versand betreiben. Der Umsatz liegt hier bei mehreren Millionen Euro pro Jahr und Versand-Apotheke. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass eine Online-Dependance für viele Unternehmer – nicht nur für Apotheker – dazugehört, sich de facto rechnerisch aber kaum lohnt. Auch wenn es aktuell dank Corona sehr viele Fördermaßnahmen dafür gibt, sollten sich die stationären Händler also gut überlegen, ob sie ihr Geld und ihre Kapazitäten für diese (oft nicht sehr erfolgversprechende) Ressource binden.

Natürlich gibt es auch große Erfolge – wie etwa Blue Tomato beweist. Vor 20 Jahren ein kleines Snowboard-Geschäft in Schladming, heute einer der führenden Onlineshops für Snow- und Surfboards. Wie sie diesen Quantensprung geschafft haben? Mit einer klaren Strategie in Kombination mit einer engen Produkt- und Zielgruppenfokussierung.

Das bedeutet für Sie im Umkehrschluss: nicht jeder Onlineshop generiert wie von selbst hohe Umsätze. Wir helfen Ihnen mit einer umfassenden Markenstrategie dabei, Sie am Markt zu positionieren und sich mit Ihrem Konzept von den Mitbewerbern abzuheben.

Quelle: https://www.internetworld.at/e-commerce/online-handel/corona-oesterreich-im-gefaehrlichen-onlineshop-wahn-2538530.html

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